CDU Gemeindeverband Oftersheim

Handwerk braucht verlässliche Rahmenbedingungen

Landtagsabgeordneter Andreas Sturm (CDU) besuchte KP-Energiesysteme in Reilingen

Reilingen. Einblicke in aktuelle Entwicklungen im Bereich der Energiesysteme konnte der Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Schwetzingen, Andreas Sturm (CDU), bei seinem Besuch bei KP-Energiesysteme in Reilingen gewinnen.

Foto: v.l. Geschäftsführer Gary Kühn im Gespräch mit Andreas Sturm MdL und Petra Riedinger-Vester. (Foto: Melkus)Foto: v.l. Geschäftsführer Gary Kühn im Gespräch mit Andreas Sturm MdL und Petra Riedinger-Vester. (Foto: Melkus)

Im Gespräch mit Geschäftsführer Gary Kühn informierte sich der Abgeordnete gemeinsam mit Petra Riedinger-Vester und Ingrid Krämer von der CDU Reilingen über die Arbeit des Unternehmens und die aktuelle Lage im Handwerk.

Gemeinsam mit einem Geschäftspartner gründete Kühn das Unternehmen im Jahr 2018. Zur Angebots- und Leistungspalette des Betriebes gehören Planung und Umsetzung von passgenauen Heizungs- und Energiesystemen, Klima- und Lüftungstechnik sowie Sanitär und Solar.

„Für uns stehen eine individuelle Beratung unserer Kunden und eine qualitativ hochwertige Umsetzung im Mittelpunkt“, so der Geschäftsführer. Dabei bietet der Handwerksbetrieb gemeinsam mit Partnern von der Planung, der Antragsstellung bei Behörden, Bauleitung, Ausführung bis hin zur Wartung der Anlagen ein umfassendes Leistungsspektrum an.

„Wir wollen immer am Puls der Zeit sein und setzen auf Innovation. Prozesse haben wir digitalisiert und wir nutzen Künstliche Intelligenz zur Automatisierung“, berichtete Kühn.

Ziel sei laut dem Geschäftsführer auch ein weiteres Wachstum des Unternehmens, wofür eine räumliche Erweiterung notwendig sei. Hier sei man bereits auf der Suche nach passenden Gewerbeflächen.

KP-Energiesysteme ist vor allem im Wärmepumpenmarkt aktiv. Im Gespräch betonte Kühn, dass er die Wärmepumpe für das Mittel der Wahl halte, wenn es um das Gelingen der Wärmewende gehe. Auch die Pelletheizung könne eine sinnvolle Möglichkeit sein. Aktuell beträgt der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Energieverbrauch für Wärme und Kälte in Deutschland 19,0 Prozent (Stand 2025).

„Wir stehen im Gebäudebereich noch vor großen Herausforderungen und massiven Investitionen“, so Kühn. Die Wärmepumpe habe entscheidende Vorteile - Fernwärme sei nur in wenigen Gebieten verfügbar sowie teuer und Erdwärme sei aufgrund hoher Investitionskosten eine Nische. Flexible Stromtarife seien für die Wärmepumpe sehr wertvoll. „Unsere Stromkosten in Deutschland sind insgesamt zu hoch und nicht wettbewerbsfähig. Hier besteht nach wie vor dringender politischer Handlungsbedarf“, betonte auch Sturm.

Kühn wünschte sich von der Politik vor allem mehr Verlässlichkeit. „Unsere Kunden, aber auch wir als Unternehmen, brauchen Planbarkeit für unsere Investitionsentscheidungen. Ständige Änderungen etwa bei den Fördermöglichkeiten sind hier kontraproduktiv“, betonte der Geschäftsführer. Auch ein Abbau von Bürokratie und eine Vereinfachung von Verfahren seien absolut notwendig.

Der CDU-Parlamentarier sprach mit Kühn auch über die Ausbildung und den Fachkräftemangel, den auch das Unternehmen in Reilingen spürt. Aktuell beschäftige das Unternehmen acht Mitarbeiter. Ein Ausbildungsplatz sei in diesem Jahr nicht besetzt worden.

„Wir werden an den Schulen die Basiskompetenzen stärken und die Berufsorientierung ausbauen. Wir brauchen Master und Meister. Daher wollen wir in Baden-Württemberg die Meisterprämie auf 3.000 Euro erhöhen und die Meisterausbildung perspektivisch kostenfrei stellen“, berichtete Sturm, der auch bildungspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion ist.

Zudem habe man die Bedeutung des Handwerks mit dem Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus auf Landesebene gestärkt.

„Die Energiewende braucht ein starkes Handwerk. Und ein starkes Handwerk braucht verlässliche politische Rahmenbedingungen. Das ist unser Auftrag und daran arbeiten wir“, betonte Sturm abschließend.